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09. September 2010
2592 Aktive bei den emsländischen Feuerwehren
10. Mai 2010

20100510-01„Sie haben sich für den Brand- und Katastrophenschutz sowie das Rettungswesen im Emsland immer stark gemacht. Dafür danken Ihnen die Mitglieder des Feuerschutzausschusses.“ Dies betonte der Ausschussvorsitzende Hermann Bookjans an Kreisrat Dr. Bernd Kuckuck gewandt, der Mitte des Jahres in den Ruhestand gehen wird. In einer umfangreichen Präsentation informierte Kreisbrandmeister Christoph Wessing zudem über neue Herausforderungen für die Feuerwehren im Emsland.

 „Die zahlreichen Fotovoltaikanlagen bedeuten bei einem Brand mögliche zusätzliche Gefahren für die Einsatzkräfte.“ Mit umfangreichen Schulungen steuere man hier gegen. Das Gleiche gelte auch für Biogasanlagen. Aktuell gibt es im Emsland 87 Standorte, 27 Anlagen sind im Antragsverfahren. „Durch Begehungen und Übungen an diesen Anlagen bereiten sich die betroffenen Feuerwehren auf einen eventuellen Ernstfall vor“, sagte der Kreisbrandmeister. Für die 464 Windkraftanlagen, weitere 40 sind im Antragsverfahren, gelte im Endeffekt das Gleiche. „In den drei Feuerwehrbereitschaften ist jeweils eine Gruppe zur Höhenrettung vorhanden, die auf Anforderung schnell ausrücken kann.“

„Wir bieten auf Kreisebene sieben Lehrgänge für die 2592 Feuerwehrfrauen und Männer an“, machte Kreisausbildungsleiter Heinz-Jürgen Krüger deutlich. 68 Kreisausbilder engagieren sich hier neben ihrem normalen Feuerwehrdienst. „Wir sind froh, dass der Landkreis die Mittel für die Ausbildung aufgestockt hat“, sagte Krüger. Somit sei es möglich gewesen, im letzten Jahr 46 Lehrgänge mit 917 Teilnehmern auf Kreisebene durchzuführen.

Seine Ernennungsurkunde für weitere sechs Jahre als Ehrenbeamter des Landkreises erhielt Kreisbrandmeister Christoph Wessing. Das Gleiche galt für Heinz Jansen als stellvertretender Abschnittsleiter im Brandabschnitt Nord. Einstimmig empfahl der Feuerschutzausschuss dem Kreistag, der Durchführung eines Pilotprojekts zur neu entwickelten digitalen Alarmierung für die Feuerwehren, den Rettungsdienst und den Katastrophenschutz zuzustimmen (Kosten: rund 12 000 Euro).

Außerdem empfahl der Ausschuss, einen Gerätewagen-Sanitätseinsatz für das Deutsche Rote Kreuz mit 12 500 Euro zu bezuschussen. Zum Abschluss erläuterte Dr. Kuckuck, dass zeitnah ein Vertrag mit der Grafschaft Bentheim über eine gemeinsame virtuelle Rettungs leitstelle unterschrieben wird. „Außerdem ist die Funkkommunikation im Grenzgebiet zu den Niederlanden mittlerweile gesichert, genauso wie eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Rettungsdienste.“

Bericht: Ems-Zeitung