Defekter Wasserfilter bringt Holzkutter in Schieflage

20120217-01Nächtlicher Alarm am Papenburger Turmkanal: Ein Holzkutter drohte vollzulaufen. Der Besitzer hatte auf dem Weg zur Arbeit gegen 4.20 Uhr den Schaden bemerkt und die Feuerwehr alarmiert. Als die Einsatzkräfte vor Ort eintrafen, lag der Holzkutter bereits zur Hälfte unter Wasser und befand sich in starker Schräglage.

„Der Motorraum und die Kajüte waren vollgelaufen“, berichtet Stadtbrandmeister Josef Pieper, der mit 15 Einsatzkräften der Wehren Untenende und Aschendorf angerückt war. Die Aschendorfer Verstärkung war angefordert worden, da eine weitere Pumpe benötigt wurde. „Durch das Abpumpen hat sich das Schiff von selbst wieder aufgerichtet“, erklärt Pieper.

Auch für das Hafenwasser ist der Vorfall noch einmal glimpflich ausgegangen, wie Klärwerksleiter Rolf Wessels auf Anfrage unserer Zeitung bestätigte. Angestellte des Klärwerks hatten in der Nacht den Pumpeinsatz überwacht und festgestellt, dass keine schädlichen Stoffe wie Öl ausgetreten waren.

Verantwortlich für den nächtlichen Notfall ist laut Heinz Bernd Müller, Vorsitzender des Yacht Clubs Turmkanal zu Papenburg, ein defekter Wasserfilter. Warum genau dieser kaputt gegangen ist, sei bislang noch unklar. Einen frostbedingten Schaden an dem Schiff schließt Müller aber aus. Zudem betont der Papenburger, dass die Eigentümerfamilie das vollgelaufene Schiff in den letzten Jahren restauriert habe und es daher in einem guten Zustand war. So auch noch gegen Nachmittag, als der Hafenmeister nach den Schiffen geschaut und nichts Ungewöhnliches entdeckt habe.

Der Schaden an dem Kutter ist laut Müller noch nicht zu beziffern. Der Einsatz für die Feuerwehrkräfte dauerte bis kurz vor 7 Uhr. In diesem Jahr handelte es sich nach Angaben von Pieper um den ersten Einsatz zur Rettung eines sinkenden Schiffes. „Das ist aber nichts Besonderes und kann noch öfter vorkommen“, so der Stadtbrandmeister.

Bericht: Ems-Zeitung

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