20180306 04Über ein ereignisreiches Jahr konnte die Feuerwehr Papenburg Untenende am Dienstagabend im Rahmen ihrer Jahreshauptversammlung berichten. Zahlreiche Einsätze beschäftigten die Einsatzkräfte über das Jahr hinweg: Ein Großteil der 162 Einsätze wurde durch die Auslösung von Brandmeldeanlagen herbeigeführt (52 Einsätze). Aber auch Sturmtief „Friederike“ sorgte für viel Arbeit: 32 Sturmeinsätze waren zu bewältigen. „Insgesamt hatten wir gut zu tun“, fasste Ortsbrandmeister Georg Kruth die Aktivitäten zusammen. Neben zwei Austritten konnten die Feuerwehrleute auch zwei neue Kameraden in ihren Reihen begrüßen, sodass der Personalstand von 49 aktiven Kameraden insgesamt gehalten werden konnte. Die Alters- und Ehrenabteilung bestand zum Jahreswechsel aus neun Kameraden.

Über die Aktivitäten der Jugendfeuerwehr berichtete Jugendfeuerwehrwart Michael Bartsch: Neben dem Zeltlager und zahlreichen weiteren Aktivitäten war das 25-jährige Jubiläum der Untenender Jugendfeuerwehr im Sommer der Höhepunkt des Jahres für die 14 Nachwuchskräfte.

Im Rahmen der Brandschutzerziehung wurden insgesamt 126 Kinder aus den Papenburger Grundschulen mit der Feuerwehr vertraut gemacht, berichtete Marcus Reschke.

Auch die Aktivitäten der überörtlich aktiven Gefahrgutgruppe standen im Fokus: Zahlreiche Übungen und Fortbildungen wurden absolviert, aber auch bei vier Einsätzen wurde die Gruppe alarmiert.

20180306 01Ordnungsamtsleiter Matthias Heyen betonte in seinem Grußwort den Stellenwert der freiwilligen Feuerwehr für die Stadt. Die Aufrechterhaltung eines funktionierenden Brandschutzes sei eine wichtige Pflichtaufgabe für die Kommune. Die Erfüllung dieser Aufgabe sei aber nur mit motivierten, freiwilligen Kräften zu stemmen, so Heyen. Derzeit werde der Feuerwehrbedarfsplan durch eine Fachfirma erstellt und verfeinert, um einen aussagekräftigen Zustandsbericht über den Brandschutz in Papenburg zu bekommen, erläuterte Heyen.

Wie wichtig die Feuerwehr für die Stadt sei, könne man auch am städtischen Haushalt erkennen, betonte Bürgermeister Jan-Peter Bechtluft (CDU). Rund eine Million Euro sei die Feuerwehr der Stadt 2018 wert. Auf diese Summe belaufe sich der städtische Haushaltsansatz für die Feuerwehren in 2018. Dies sei zwar eine finanzielle Belastung, aber die Stadt schätze die Belastung der ehrenamtlichen Kräfte ebenfalls, so der Bürgermeister.

Durch die unkomplizierte Anschaffung eines neuen Drehleiterfahrzeuges Ende vergangenen Jahres habe sich gezeigt, welchen Stellenwert die Feuerwehr bei Rat und Verwaltung habe, betonte auch Feuerwehrausschussvorsitzender Ralf Nee. Über die Belange der Feuerwehr sei immer einstimmig, fraktionsübergreifend entschieden worden, so Nee. Dies sei nicht auf allen kommunalen Politikfeldern selbstverständlich.

Kreisbrandmeister Holger Dyckhoff (Meppen) berichtete von aktuellen Entwicklungen der Kreisfeuerwehr. Nach der Auflösung des ABC-Zuges in Bawinkel stehe die Feuerwehr vor einer großen Herausforderung. Die Einbindung der fachlichen und technischen Mittel in die Feuerwehren sei für 2018 auf der Tagesordnung, so Dyckhoff. Den Wegfall des ABC-Zuges wolle die Feuerwehr durch ein neues CBRN-Konzept kompensieren (CBRN = chemische, biologische, radiologische und nukleare Gefahren). Hier gelte es, die bestehenden Fachgruppen im Landkreis Emsland mit zu integrieren, ergänzte Abschnittsleiter Gerd Köbbe (Werlte). Dyckhoff und Köbbe betonten, dass die Feuerwehren in Papenburg gut aufgestellt seien. Sowohl personell als auch technisch sei die Feuerwehr gut ausgerüstet. Die Erstellung eines Feuerwehrbedarfsplanes wurde vom Kreisbrandmeister ebenfalls gelobt. Hierdurch könnten eventuell vorhandene Defizite im Brandschutz aufgedeckt werden und wertvolle Verbesserungshinweise geliefert werden.

20180306 0220180306 03Zum Abschluss der Veranstaltung wurde André Schaper nach Absolvieren der entsprechenden Lehrgänge zum Feuerwehrmann ernannt. Gunnar Uminski wurde für 25-jährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr geehrt, Alterskamerad Bernd Wemken für 40-jährige Tätigkeit. Stadtjugendfeuerwehrwart Peter Rinneberg, der sein Amt nach 15 Jahren abgibt, wurde ebenfalls geehrt.