20170307 04Auf ein ereignisreiches Jahr 2016 blickt die Feuerwehr Papenburg Untenende zurück. Ortsbrandmeister Georg Kruth konnte auf der am Dienstag im Untenender Feuerwehrhaus stattfindenden Jahreshauptversammlung ein positives Resümee ziehen:

108 Einsätze wurden im vergangenen Jahr abgeleistet. Die insgesamt 49 aktiven Feuerwehrleute hatten somit wieder "gut zu tun", so Kruth in seiner Statistik.

Der Trend, dass die Auslösung automatischer Brandmeldeanlagen einen großen Teil der Einsatzzahlen ausmacht, konnte auch 2016 nicht gebrochen werden. Besondere Erwähnung fand der Schiffsbrand auf der Papenburger Meyerwerft. Hier unterstützte die Untenender Feuerwehr die werkeigene Feuerwehr der Werft. „Neben den Untenender Einsatzkräften wurden auch weitere benachbarte Feuerwehren alarmiert, die Zusammenarbeit aller Hilfskräfte lief reibungslos“, betonte Werkbrandmeister Erik Feimann in einem kurzen Statement.

20170307 05Insgesamt gehe der Trend dahin, dass Feuerwehrleute immer mehr zu Spezialisten würden, so Kruth: Neben der Gefahrgutgruppe sei auch die Technische Einsatzleitung, die Brandschutzerziehung und die Jugendfeuerwehr zu nennen. Spezial- und Zusatzausbildungen gewinnen immer mehr Raum in der Feuerwehr, so der Ortsbrandmeister weiter. Dies erfordere natürlich auch einen immer größeren Zeitaufwand durch die freiwilligen Feuerwehrleute, insbesondere die erforderlichen Zusatzausbildungen seien sehr zeitaufwändig. "Dass sich hier nach wie vor eine so große Zahl an Freiwilligen findet, verdient den Respekt aller Bürger unserer Stadt".

Stadtbrandmeister Josef Pieper (Feuerwehr Aschendorf) berichtete über die Themen, die im neuen Jahr im Vordergrund stehen: Neben einer Modernisierung der Alarmierungstechnik wird auch die Anschaffung von zwei neuen Einsatzleitwagen für die Ortsfeuerwehren Obenende und Aschendorf anstehen. "Die Stadt investiert auch in diesem Jahr wieder eine beträchtliche Summe in die Ausstattung ihrer Feuerwehr und somit in den Brandschutz".

Die Aufstellung eines Feuerwehrbedarfsplanes stellt außerdem einen weiteren Schwerpunkt der Arbeit des Stadtkommandos und des Ordnungsamtes dar. "Der Stadtrat bekommt hier eine fundierte Bestandsaufnahme und Entscheidungshilfe für die zukünftige Ausrichtung der Feuerwehr an die Hand", erklärte Matthias Heyen vom Ordnungsamt den Hintergrund. "Die gesamte Feuerwehr im Stadtgebiet Papenburgs und die personelle sowie technische Ausstattung werden überprüft, es wird abgeglichen, ob die personelle und technische Ausstattung noch den tatsächlichen Erfordernissen an den modernen Brandschutz entsprechen. Hierfür wurde ein renommiertes Ingenieurbüro beauftragt", so der Leiter des Ordnungsamtes weiter.

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Kreisbrandmeister Holger Dyckhoff (Feuerwehr Meppen) überbrachte die Grüße der Kreisfeuerwehr und zeigte sich beeindruckt von der guten Zusammenarbeit der drei Ortsfeuerwehren in Papenburg. Insbesondere beim Schiffsbrand auf der Meyerwerft im Herbst habe man sich davon überzeugen können, so Dyckhoff weiter. Auch die Zusammenarbeit mit der Werkfeuerwehr der Meyer Werft habe reibungslos funktioniert, betonte Dyckhoff. Der Kreisbrandmeister, der dem vergangenen Jahr im Amt ist, stellte seine Kreisfeuerwehrführung kurz vor und berichtete über aktuelle Themen auf Ebene des Landkreises Emsland.

In seinem Grußwort betonte auch Bürgermeister Jan-Peter Bechtluft (CDU), wie wichtig das freiwillige Engagement der Feuerwehrleute für die Stadt Papenburg ist. Die eindrucksvolle Leistungsbilanz der Feuerwehr mache ihn als Bürgermeister stolz, so das Stadtoberhaupt weiter.

Neu in den Reihen der Feuerwehrleute konnte Ortsbrandmeister Kruth die Kameraden Pascal Schmitz und Daniel Rzodeczko begrüßen. Sie wurden nach Absolvierung der entsprechenden Lehrgänge am Dienstagabend zu Feuerwehrmännern ernannt und sind nun vollwertige Mitglieder der Einsatzabteilung.

20170307 0220170307 03Helmut Gehrke wurde nach Erreichen der Altersgrenze hingegen aus der Einsatzabteilung verabschiedet. Unter stehenden Ovationen bekam Gehrke, der seit 43 Jahren Mitglied der Feuerwehr ist, einen Präsentkorb überreicht. Gehrke ist nun Mitglied der Alters- und Ehrenabteilung und wird der Feuerwehr auch weiterhin die Treue halten, versprach er.