20171229 01Auf dem Gelände einer Holzrecyclingfirma in Papenburg ist in der Nacht ein Feuer ausgebrochen. Mehrere Feuerwehren waren bei dem Großbrand stundenlang im Einsatz. Verletzt wurde niemand. Eine Gefahr für die Anwohner bestand laut Polizei nicht.

Wie ein Sprecher der Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim auf Anfrage unserer Redaktion mitteilte, hatten eine Schredderanlage und ein Holzstapel auf dem Gelände der Firma an der Straße „Ulmenhof“ im Nordhafen Feuer gefangen. „Die Ursache ist noch unklar, womöglich war es ein technischer Defekt“, sagte der Sprecher. Alles Weitere würden Brandermittler untersuchen. Den Schaden durch das Feuer beziffert die Polizei auf rund 200.000 Euro.

Alle Feuerwehrfahrzeuge im Einsatz

Eine Gefahr für die Anwohner habe trotz starker Rauchentwicklung zu keinem Zeitpunkt bestanden, versicherte der Polizeisprecher. Außer der Feuerwehr Papenburg-Untenende waren auch die Feuerwehren Aschendorf und Obenende im Einsatz. Wie Stadtbrandmeister Josef Pieper auf Anfrage berichtete, waren die drei Feuerwehren mit allen 21 Fahrzeugen und rund 90 Leuten angerückt.

Nach seinen Worten brannten die Schreddermaschine samt Förderband sowie „ein haushoher Haufen von Holzhackschnitzeln“ beim Eintreffen der Feuerwehr in voller Ausdehnung. Die Einsatzkräfte waren um kurz vor 1 Uhr in der Nacht alarmiert worden. Mit Wasserwerfern von mehreren Fahrzeugen aus dämmten die Feuerwehrleute unter schwerem Atemschutz die Flammen mit Wasser und einem Schaumteppich großflächig ein. Der Löschangriff erfolgte Pieper zufolge sogar über eine Drehleiter. „Glücklicherweise stand der Wind gut. Ansonsten hätten wir hier richtig Theater gehabt“, berichtete Pieper.

20171229 02Nach knapp vier Stunden unter Kontrolle

Letztlich hätten die Einsatzkräfte den Brand nach knapp vier Stunden unter Kontrolle gehabt. Dabei verhinderten sie ein Übegreifen der Flammen auf weiteres abgelagertes Holz sowie eine angrenzende Halle. Der Rauch sei in Richtung Bahnhof gezogen. Die Feuerwehren waren bis in die frühen Morgenstunden im Einsatz. „Allerdings sind die letzten Kameraden erst um kurz vor 8 Uhr, quasi zum Frühstück abgerückt“, erklärt Pieper in einer Pressemitteilung der Stadt Papenburg. Solange habe die Feuerwehr „die Sache noch im Blick gehabt. Es hat auch noch ein-, zweimal ein kleines Aufflammen gegeben, das wir dann umgehend gelöscht haben.“

Bericht: Ems-Zeitung